• LSV kritisiert die jüngsten Beschlüsse der Kultusministerkonferenz

    „Keine vergleichbaren Abschlüsse ohne Chancengleichheit!"

    Die LandesschülerInnenvertretung Rheinland-Pfalz (LSV RLP) nimmt die jüngsten Absichtserklärungen der Kultusministerkonferenz mit Sorge zur Kenntnis. Mit der so genannten Implementierung von Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife werden die Lehrpläne an Gymnasien, Gesamt- und Fachoberschulen in absehbarer Zeit noch enger werden und die dezentralen Abiturprüfungen in ihrer Vielfalt weiter beschnitten.
  • Ergebnisse der 59. LandesschülerInnenkonferenz

    Bundesweite SchülerInnenvertretung und Wahl von SchulleiterInnen

    Am gestrigen Dienstag, den 18.6.2013, tagte die 59. LandesschülerInnenkonferenz (LSK) im rheinland-pfälzischen Landtag in Mainz. Auf der letzten LSK in diesem Schuljahr wurden neben den Nachwahlen zum Landesvorstand eine neue Position zur Bundesebene gefasst und die Wahl der Schulleiterin/des Schulleiters durch den Schulausschuss beschlossen. Nachdem Bildungsministerin Doris Ahnen die Konferenz mit einem Grußwort eröffnet hatte, stiegen die SchülervertreterInnen direkt in die Diskussionen um aktuelle und grundlegende Positionen zur Bildungspolitik ein.
  • LSV RLP fordert: Demokratie bis ins Klassenzimmer

    Mitsprache der SchülerInnen an Schulen muss gefördert werden

    Die LandesschülerInnenvertretung Rheinland-Pfalz (LSV RLP) fordert die Schulleitungen, die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), die kommunalen Schulträgerausschüsse und das Bildungsministerium auf, das Mitspracherecht von Schülerinnen und Schülern zu achten und zu stärken. „In Erfüllung ihres Auftrags erzieht die Schule zur Selbstbestimmung [...], zur Achtung vor der Überzeugung anderer, zur Bereitschaft, Ehrenämter und die sozialen und politischen Aufgaben im freiheitlich-demokratischen und sozialen Rechtsstaat zu übernehmen [...]", heißt es in § 1 (2) des rheinland-pfälzischen Schulgesetzes. Wenn aber die Schule zur Selbstbestimmung erziehen soll, dann muss hierfür auch ein Rahmen gegeben sein. Wenn die Schule zur Demokratie erziehen soll, dann darf diese Demokratie nicht vor der Tür zum Klassenzimmer enden.
  • LSV RLP empört über jüngste Forderung der Schüler Union

    Reaktion auf Pressemitteilung „Schülervertretung zur Chefsache machen" der Schüler Union Deutschlands

    Die rheinland-pfälzische LandesschülerInnenvertretung empört sich über die jüngste populistische Forderung der Schüler Union, SchülerInnenvertretungen, welche sich nicht einem Bundesgremium anschließen wollen, die Mittel zu kürzen. Die Schüler Union Deutschlands (SU) hat in einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung die Landesvertretungen für Schülerinnen und Schüler aufgefordert, sich einem neu zu schaffenden Bundesgremium anzuschließen und für diejenigen, die diesem Aufruf nicht folgen wollen, eine Kürzung der finanziellen Mittel aus den jeweiligen Landeshaushalten gefordert. Vor dem Hintergrund, dass Bildung in Deutschland ausschließlich Angelegenheit der einzelnen Länder ist und sich eine Zusammenarbeit auf Bundesebene der einzelnen SchülerInnenvertretungen auf Grund der unterschiedlichen rechtlichen Situation nicht ganz unkompliziert gestaltet, hat die Forderung der SU bei den gesetzlich legitimierten LSVen bundesweit für Empörung gesorgt.
  • Tag des Ehrenamtes: Breites Bündnis fordert mehr Freiräume für Kinder und Jugendliche

    Anlässlich des „internationalen Tag des Ehrenamtes" am 5. Dezember hat ein Bündnis aus politischen Jugendverbänden, dem Landesjugendring, der LandesAStenkonferenz, der LandesschülerInnenvertretung und der GEW die Forderung nach mehr Freiräumen für junge Menschen in Rheinland-Pfalz erhoben. Ausgangspunkt der gemeinsamen Initiative ist die Diagnose, dass die verschiedenen bildungspolitischen Reformen der letzten Jahre, wie etwa die Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge sowie die Einführung von G8- und Ganztagsschule, häufig zu einer Verschulung des Lebens junger Menschen geführt haben. Dadurch werde nicht nur die wichtige Möglichkeit zum ehrenamtlichen Engagement für viele Kinder und Jugendliche beschnitten, sondern auch der Anspruch auf eine moderne Bildungspolitik konterkariert.
  • Längeres gemeinsames Lernen verringert den Schulstress bereits in der Grundschule - Gemeinsame Orientierungsstufe in Trier und Höhr-Grenzhausen erhalten

    Pressemitteilung des forums neue bildung

    Die unterzeichnenden Mitglieder der Bildungsinitiative „forum " neue bildung" sprechen sich gegen die Schließung der Gemeinsamen Orientierungsstufe (GOS) des Friedrich-Spee-Gymnasiums mit der Realschule plus in Trier aus. Die Startchancen der meisten Kinder in der weiterführenden Schule werden durch die GOS und die damit verbundene spätere Wahl der weiterführenden Schule verbessert. Wie die aktuelle Studie des Kinderschutzbundes erneut belegt, wird auch der Alltagsstress in der Schule bereits für die GrundschülerInnen durch eine spätere Entscheidung über die Schullaufbahn erheblich gesenkt. Die 2007 eingeläutete Schulstrukturreform sollte „mehr gemeinsames Lernen ermöglichen". Die Trierer Entscheidung bedeutet das Gegenteil. „Wir bitten das Ministerium, die Entscheidung zurückzunehmen und die Gemeinsame Orientierungsstufe in Trier zu erhalten", so die gemeinsame Erklärung der UnterzeichnerInnen. Sie befürchten, die Entscheidung in Trier könnte einen Dammbruch bedeuten und das Ende Gemeinsamer Orientierungsstufen auslösen.
  • Aktion "Schule und Demokratie" in drei rheinland-pfälzischen Städten

    Motto: „Mit Betreten des Schulgeländes verlassen Sie den demokratischen Sektor der Bundesrepublik Deutschland"

    Heute Morgen haben wir in drei Städten in Rheinland-Pfalz auf unsere Forderung nach einer Demokratisierung der Schule aufmerksam gemacht. Vor dem Gelände mehrerer Schulen in Mainz, Koblenz und Neustadt wurde mit Sprühkreide der Spruch: „Mit Betreten des Schulgeländes verlassen Sie den demokratischen Sektor der Bundesrepublik Deutschland" angebracht. Dieser Tage ist es leider gang und gäbe, dass die Interessen der Schülerinnen und Schüler in der Schule kaum berücksichtigt werden – von der allgemein so anerkannten Demokratie und Mitbestimmung keine Spur. Wir möchten durch diese Aktion auf unsere Forderungen nach stärkerer Beteiligung der Schülerinnen und Schüler in allen Bereichen aufmerksam machen. Als direkte Partizipationsmöglichkeit fordern wir die Einführung eines wöchentlich zusammentretenden Klassenrates – in dem der demokratische Gedanke nicht nur gelehrt, sondern auch gelebt wird.
  • Bundeswehr raus aus Schulen!

    LSV unterstützt Aktionswoche „Schulfrei für die Bundeswehr" vom 24.-28.09.2012

    Diese Woche findet die von uns unterstützte Aktion „Schulfrei für die Bundeswehr" statt. Diese hat als Ziel, den Einfluss, den die Bundeswehr in den letzten Jahren an Schulen gewinnen konnte, einzudämmen. Wir als LSV RLP sind der Meinung, dass politische Bildung nicht in die Hände von Jugendoffizieren gehört! Eine neutrale Aufklärung ist außerdem durch militärisches Personal weder möglich noch überhaupt gewünscht. Die Arbeit, die momentan von Jugendoffizieren an Schulen durchgeführt wird, widerspricht aus unserer Sicht eindeutig dem Beutelsbacher Konsens, der klar festgelegt hat, wie politische Bildung auszusehen hat. Ein Werben unter dem Label der politischen Aufklärung ist ein Werben für den Krieg – es soll die vermeintliche Notwendigkeit von Kampfeinsätzen unterlegen. Wir hingegen engagieren uns in Friedensbewegungen und möchten dem aktuellen Trend der Militarisierung in unserer Gesellschaft entgegentreten – für uns ist klar, dass die Schulen nicht zum Reservoir einer offensiven Nachwuchsgewinnung aufgrund des Rekrutierungsproblems werden dürfen.
  • Die LSV Rheinland-Pfalz bedankt sich bei der "Schüler Union Rheinland-Pfalz" für die ihr entgegengebrachte Aufmerksamkeit

    Aus Sicht der LandesschülerInnenvertretung Rheinland-Pfalz (LSV) gehören die Auseinandersetzung mit bestehenden Strukturen sowie Reformvorschläge zu einer demokratischen Kultur dazu. Die Schüler Union als politische Schülervertretung mit den dort aktiven Schülerinnen und Schülern ist gern gesehener Mitarbeiter. Trotz der bekannten oftmals gegenläufigen Interessen sind wir überzeugt, interessierte Schülerinnen und Schüler egal welcher politischen Richtung zu brauchen, um die Arbeit im Interesse Aller dauerhaft zu gewährleisten und eine SV-Arbeit vor Ort sicherzustellen. In diesem Sinne bedanken wir uns für die entgegengebrachte Aufmerksamkeit, welche wir als grundsätzliche Anerkennung unserer Arbeit für die rheinland-pfälzischen Schülerinnen und Schüler sehen, trotz inhaltlicher Differenzen.
  • Nazis wegschunkeln in Worms

    Der für den Samstag erwartete Aufmarsch der südwestdeutschen Neonaziszene in Worms wurde mit geänderter Route genehmigt. Überraschend ist nur, dass das Verwaltungsgericht Mainz dazu heute nicht einmal eine Entscheidung fällen musste, da die Stadt Worms eine Alternativroute anbot: vom Bahnhof aus über die Friedrich-Ebert-Straße und den Karlsplatz auf die Alzeyer Straße und dann über die Burkhardstraße zurück. Gegen den Naziaufmarsch hat sich ein für die Region beispiellos breites, spektrenübergreifendes Bündnis formiert. Mit gemeinsamem Aufruftext mobilisieren die Landesverbände der Partei- und Gewerkschaftsjugenden, LandesschülerInnenvertretung, das Kritische Kollektiv, Antifa-Gruppen aus der gesamten Region, aber auch der VVN/BdA Kaiserslautern und die Linkspartei Alzey-Worms dazu, die Nazis am Samstag gemeinsam „wegzuschunkeln".
  • Breites Aktionsbündnis für Wahlalter ab 16

    Am Donnerstag, den 26.1, wird ein breites Aktionsbündnis, bestehend aus Landesjugendring, DGB-Jugend, LandesschülerInnenvertretung, Grüner Jugend, Falken und Jusos gemeinsam ein Zeichen für ein Wahlalter ab 16 in Rheinland-Pfalz setzen: „Diesen Freitag tagt die Enquetekommission Bürgerbeteiligung, um sich unter anderem auch mit dem Wahlalter ab 16 und mehr Beteiligung von Kindern und Jugendlichen auseinanderzusetzen. Wir sind der Überzeugung, dass Jugendliche im Alter von 16 und 17 mitentscheiden können und wollen! Wir werden am Morgen des 26. über Verteil- und Informationsaktionen und ab 15 Uhr an der Römerpassage in Mainz mit einem gemeinsamen Stand und verschiedenen Aktionen unsere Position deutlich machen: All diejenigen, die 16- und 17-Jährige vom Wahlrecht ausschließen wollen, müssen begründen, warum sie ihnen ein demokratisches Grundrecht vorenthalten wollen! Wir fordern die Abgeordneten des rheinland-pfälzischen Landtags dazu auf, sich für die Absenkung des Wahlalters auszusprechen", so das Aktionsbündnis in einer gemeinsamen Erklärung.
  • Ergebnisse der 54. LSK im Mainzer Landtag

    Am Montag, den 12. Dezember 2011 tagte die 54. LandesschülerInnenkonferenz unter dem Motto „Stand up – speak up" im Plenarsaal des Mainzer Landtages. Delegierte der Kreis- sowie StadtschülerInnenvertretungen aus ganz Rheinland-Pfalz nutzten die Möglichkeit, um über Bildungspolitik zu debattieren und Informationen auszutauschen. Zudem wurden die Mitglieder für den Landesvorstand, die Bundesebene sowie den Landesausschuss gewählt. Die Delegierten verabschiedeten ein Arbeitsprogramm für den Vorstand 2011/12. Einen Schwerpunkt dieses Arbeitsprogramms bildet die fortdauernde Strukturreform der SchülerInnenvertretung in Rheinland-Pfalz. Im Jahr 2012 soll ein landesweiter „Tag der SchülerInnenrechte" stattfinden, in dessen Rahmen Schülerinnen und Schüler über ihre Rechte informiert werden. Außerdem wird der Vorstand der LandesschülerInnenvertretung verschiedene Seminare und Fortbildungen u. a. auch für Vertrauenslehrerinnen und -lehrer anbieten. Im Bereich der Bildungsfinanzierung wird sich der Landesvorstand dafür engagieren, dass das Kopiergeld, welches die meisten Schulen in Rheinland-Pfalz erheben, abgeschafft wird. Der Einsatz für eine generelle Lernmittelfreiheit wird fortgeführt.
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